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Gebäudeentwässerung
Eine fachgerechte Planung vermeidet böse Überraschungen

Sie ist nahezu unsichtbar und doch von zentraler Bedeutung: Die Abwasserentsorgung eines Gebäudes. Abwasser fällt in Form von Brauch- und Regenwasser in jedem von Menschen bewohnten Gebäude an und muss zuverlässig über das öffentliche Kanalsystem abgeführt werden.

Abwasserrohr
Rückstauverschluss

Grundsätzlich kann Abwasser in die Kategorien Schmutz­was­ser und Regenwasser eingeteilt werden. Schmutz­was­ser fällt im Haushalt an, zum Beispiel beim Waschen der Wäsche oder beim Spülen des Geschirrs. Das Schmutz­wasser wird der Kanalisation zugeführt, in einer Klär­anlage aufbereitet und dem Wasserkreislauf wieder zugeführt. Regenwasser wird über die Dachentwässerung gesammelt und je nach System entweder zusammen mit dem Schmutzwasser (Mischsystem) oder gesondert über eine Regen­wasser-Grundleitung und einen Regenwasser-Schacht (Trennsystem) abgeleitet.


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Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

Eine Hausentwässerung sorgt also dafür, dass das Schmutzwasser (wie auch Regenwasser) gezielt abgeleitet und sicher dem Kanalisationssystem zugeführt wird. Sie unterliegt dabei verschiedenen Vorschriften und Normen, welche insbesondere sicherstellen, dass kein verunreinigtes Abwasser in das Kanalsystem gelangt.

Entwässerungsplan für Bauherren

Entwässerungsplan für Bauherren

Eine gute Planung ist das A und O - das gilt auch für die Gebäude- und Grundstücksentwässerung.

Für Bauherren wird zunächst ein Entwässerungsplan erstellt. So können Planungs- und Montagefehler vermieden werden und auch noch Jahre später, z. B. im Fall eines Anbaus oder einer Sanierung, kann die Ent­wäs­se­rungs­pla­nung problemlos rekonstruiert werden. Das spart Zeit und Kosten. Zu Beginn der Planung wird zusammen mit dem Bauherren der Bedarf ermittelt. Dabei sollten auch zukünftige Nutzungen, wie z. B. der nachträgliche Einbau einer Sauna mit Dusche im Keller oder ein möglicher Anbau berücksichtigt werden. Das Gespräch zwischen dem Architekten oder Fachplaner und dem Bauherren bietet gleichzeitig die Möglichkeit, vorab über moderne Techniken und Möglichkeiten zu informieren.

Der fachgerechte Plan zur Entwässerung legt den Verlauf der Rohrleitungen fest, dimensioniert die Rohr­quer­schnit­te, berücksichtigt neben diversen DIN-­Nor­men zur Ent­wäs­se­rung auch kom­mu­nale Ent­wässe­rungs­vor­schrif­ten und wird schließlich zur Genehmigung vom Ar­chi­tek­ten bei der örtlichen Behörde eingereicht.

Um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden, dau­erhafte Funktionstüchtigkeit der Ent­wässerungs­an­la­ge zu gewährleisten und das Risiko vor Rückstau so gering wie möglich zu halten, sollten Rück­stau­siche­run­gen, Abwasserhebeanlagen und dergleichen re­gel­mä­ßi­gen Inspektionen und Reinigungen unterzogen werden.

Bestandteile einer Hausentwässerungsanlage

Bestandteile einer Hausentwässerungsanlage (Trennsystem)

Eine gut geplante Haus- und Grundstücksentwässerung besteht aus vielen richtig dimensionierten Komponenten, die auf das zu erwartende Nutzerverhalten und zukünftige Anforderungen abgestimmt sind.

  • Schmutzwasser-Fallleitungen
  • Schmutzwasser-Grundleitungen oder -Sammel­leitungen
  • Schmutzwasser-Kontroll- oder Revisionsschacht
  • Schmutzwasser-Anschlusskanal
  • Schmutzwasser-Hauptkanal
  • Regenwasser-Fallrohre
  • Regenwasser-Grundleitungen
  • Regenwasser-Kontroll- oder Revisionsschacht
  • Regenwasser-Anschlusskanal
  • Regenwasser-Hauptkanal
  • Belüftungskomponenten des Entwässerungssystems
Absperrvorrichtungen - Rückstauschutz

Absperrvorrichtungen - Rückstauschutz

Jährlich werden durch Unwetter viele Keller überflutet. Dies geschieht, wenn die Kanalisation durch die herabregnenden Wassermassen überlastet ist und keine Rückstausicherung installiert ist.

In der Regel kommt es zu überfluteten Kellern, wenn bei starken Niederschlägen das öffentliche Kanalisationsnetz überlastet ist und der Wasserstand innerhalb der Kanalisation über die sogenannte Rück­stau­ebe­ne gelangt. Dann kann das Abwasser aus der Kanalisation über alle Entwässerungsstellen des Gebäudes, welche unterhalb der Rück­stau­ebe­ne liegen (z. B. Sanitärausstattung oder Waschmaschine im Keller), zurück in das Gebäude fließen. Die öffentliche Kanalisation bietet keinen Schutz gegen diesen Rückstau. Hausbesitzer mit Entwässerungsstellen im Keller sollten sich gegen einen möglichen Rückstau durch eine Absperrvorrichtung absichern.

Rückstauverschluss
Quelle: Wavin - Rückstausicherung mit Doppelverschluss, geeignet für Regen- und fäkalienfreies Wasser

Empfohlene Wartungsintervalle

  • Rückstausicherungen: jährlich
  • Abwasserhebeanlagen: jährlich (Einfamilienhäuser), halbjährlich (Mehrfamilienhäuser), quartalsweise (Gewerbebauten)
Abwassersysteme mit Schallschutz

Abwassersysteme mit Schallschutz

Wer möchte im Haus schon die Geräusche einer betätigten Toilettenspülung hören? Gerade in der Nacht werden solche Geräusche zur Belastung. Die Lösung: Abwassersysteme mit Schallschutz.

Zum Komfort und für ein ungestörtes Wohlbefinden gehören auch, dass man in seinen eigenen vier Wänden seine Ruhe hat. Gerade dann, wenn Sie sich nach der Arbeit hinlegen wollen, stören ein lautes Abfließen der Dusche von Mit­be­woh­nern oder die Toilettenspülung des Nachbarn schon sehr. Es gibt sogar eine spezielle DIN (4109), die in dafür vor­ge­sehe­nen Bereichen einen Schallschutz fordert. Sie sollten für ein ungestörtes Miteinander im Haus auf solche Rohre zurückgreifen. Ungestörte Ruhe ist ein wertvolles Gut - nicht nur, wenn man schlafen will.

Rückstauverschluss
Quelle: Wavin - Schallschutzrohr Wavin AS

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